
Etzel, 05.07.2011
Die IVG Caverns GmbH hat am Montagabend im Hotel „Deutsches Haus“ in Friedeburg die Öffentlichkeit über die Vorbereitungen des Unternehmens für die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) informiert, die im Rahmen des beantragten Rahmenbetriebsplans mit insgesamt 144 Kavernen erstellt und vorgelegt wird.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen wie im „Scoping-Termin“ der Vorwoche des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) Umfang, Gegenstand und Methoden der erforderlichen Umweltprüfungen sowie der weitere Verfahrensablauf. Rund 150 Besucher, Vertreter der IVG Caverns, Gutachter verschiedener Fachbereiche sowie Vertreter des für das Verfahren zuständigen LBEG nahmen an der öffentlichen und teils sehr lebhaften Veranstaltung teil.
Manfred Wohlers, Geschäftsführer des Vorhabensträgers IVG Caverns, hob die Bedeutung und Perspektiven des Projektes hervor: „Der Kavernenbau dient der sicheren Vollversorgung auch nach dem geplanten raschen Ausstieg aus der Kernenergie“, so Wohlers. Die Nachfrage nach Speicherkapazitäten für Erdöl und Erdgas werde insbesondere wegen der beschlossenen Energiewende weiter zunehmen. Wohlers betonte, dass „im Endausbau maximal 144 Kavernen in Etzel vorgesehen sind“. Dabei würden alle Kavernen – sowohl die 99 bereits genehmigten als auch die darüber hinaus 45 weiter beantragten Kavernen – in die Umweltverträglichkeitsstudie mit einbezogen.
Klaus Söntgerath erläuterte als Vertreter des LBEG im Anschluss die rechtlichen Hintergründe sowie das umfangreiche Genehmigungsverfahren von der Festlegung des Untersuchungsrahmens („Scoping“) bis hin zum abschließenden Planfeststellungsbeschluss der Behörde.
Die einzelnen Schritte des Untersuchungsprogramms stellte dann Matthias Siebert vom Planungsbüro Grontmij (Bremen) vor. Dazu zählt vor allem die Überprüfung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Schutzgüter Mensch, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft sowie auf Kultur- und Sachgüter einschließlich der Wechselwirkungen. Zentraler Bestandteil der Untersuchungen werden eine Senkungsprognose für die geplanten insgesamt 144 Kavernen sowie mögliche Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, Natur und Landschaft, bauliche Nutzung und Infrastruktur sein.
Nach der Präsentation stellten sich Manfred Wohlers und Klaus Söntgerath sowie die beteiligten Fachgutachter den zahlreichen Fragen der Besucher. „Die IVG ist aufgefordert und gut darauf vorbereitet, eine umfassende Untersuchung durchzuführen und wird im Laufe des Verfahrens die Öffentlichkeit regelmäßig informieren“, fasste Projektleiter Klaus Wodarz als Fazit zusammen.
Die Präsentation der IVG Caverns GmbH aus dem öffentlichen Informationstermin vom 04. Juli 2011 in Friedeburg zum Rahmenbetriebsplan Etzel können Sie hier im pdf-Dateiformat ansehen.
Die Präsentation von Klaus Söntgerath (LBEG) aus der gleichen Veranstaltung mit Informationen zum Scoping-Termin können Sie hier im pdf-Dateiformat ansehen.
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